Der Beweis: Kleine Unternehmen tun uns gut

Der Beweis: Kleine Unternehmen tun uns gut

Wer OSM gelesen hat, kennt die Stelle, wo ich erkläre, dass ich nach Möglichkeit eher dem Underdog einer Branche mein Geld anvertraue als einem großen Konzern. Wenn ich ein bestimmtes Produkt kaufen möchte und ich bekomme ein gleichwertiges oder sogar besseres Produkt auch beim kleineren Konkurrenten des omnipräsenten Big Players, der augenscheinlich die erste Wahl sein sollte, dann kaufe ich in der Regel dort. Vor allem, wenn es sich um einen regionalen Anbieter handelt.

Put your money, where you mouth is!

In OSM konnte ich nicht genauer bestimmen, warum ich diese Handhabe für gut befinde. Bei mir persönlich ist es eher ein Bauchgefühl bzw. meine Erfahrungen mit Unternehmen unterschiedlicher Größenordnung, in die ich in meinem Leben auch Einblick hatte und die Vermutung daraus, dass es auf lange Sicht auch für mich besser ist, wenn ich mein Geld einem kleineren Unternehmen anvertraue.

Nun wurde mein Bauchgefühl aber sozusagen sogar wissenschaftlich untermauert. Die vom ehemaligen deutschen Außenminister Guido Westerwelle und dem 1&1-Gründer Ralph Dommermuth gegründete Westerwelle Foundation – Stiftung für internationale Verständigung fand nun heraus, welchen Einfluss mittelständische Geschäftsmodelle auf demokratische Strukturen haben.

KMUs wirken demokratisierend

Kleine und mittlere Unternehmen wirken sich demokratisierend auf die Region aus, in der sie unternehmerisch tätig sind. Laut der Studie tragen kleine und mittlere Unternehmen dazu bei, demokratische Strukturen zu schaffen und auch die Rahmenbedingungen für Demokratie zu erhalten. Eine besondere Rolle wird dabei Mikro-Unternehmen zugeschrieben. Der positive Effekt von KMUs auf die Demokratisierung verstärkt sich sogar noch mit dem Anteil von Mikrounternehmen unter den KMUs. Je mehr Mikrounternehmen, desto stärker der Effekt.

Als Begründung führen die Forscherinnen und Forscher an, dass kleine und mittlere Unternehmen sich in einer schwächeren Position als Großunternehmen befinden. Damit sind sie auch abhängiger vom Rechtsstaat und fordern vehementer demokratische Strukturen ein.

Dass kleine und mittlere Unternehmen, die vor allem regional tätig sind, eher geneigt sind, auf das Wohl ihrer Mitarbeiter zu achten und auf das Wohl der Menschen in ihrem Umfeld, vermutete ich bereits. Dass sie jedoch zur Demokratieerhaltung eines ganzen Landes beitragen können, war auch für mich ein neuer positiver Aspekt.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

*

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>